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Verwaltungsdirektor für Theater keine sinnvolle Lösung
Oberbürgermeister Wolfram Leibe möchte dem Intendanten einen kaufmännischen Verwaltungsdirektor zur Seite zu stellen. Die Linksfraktion sieht in dieser Vorgehensweise keine langfristige Lösung, um sowohl den finanziellen Problemen Abhilfe zu leisten als auch den Kulturbetrieb ausreichend am Laufen zu halten.
„Einen Verwaltungsdirektor beim Theater Trier als Co-Amtsleiter einzustellen, wird die finanziellen Probleme des Hauses und der Stadt nicht lösen, sondern eher verschärfen. Die zusätzlichen Kosten, die für das Gehalt des Verwaltungsdirektors anfallen, betragen rund 80.000 Euro pro Jahr. Es gibt kein Konzept wie das ohnehin schon stark belastete Budget des Theaters diese Kosten tragen soll - Einsparungen im künstlerischen Bereich sind daher zu befürchten“, erläutert der kulturpolitische Sprecher Matthias Koster.
Katrin Werner, Kreisvorsitzende der LINKEN, ergänzt: „Ein Verwaltungsdirektor würde nur dann Sinn ergeben, wenn Sibelius alleine die Schuld an der finanziellen Misere trüge. Dabei zeigen beispielsweise die Vorgänge um die Absage von NeroHero und die anschließende Kostenexplosion, dass es auch in anderen Bereichen der Kulturpolitik erhebliche Defizite gibt, besonders bezüglich genauer Absprachen mit der Verwaltung.“
Wir befürchten, dass der Verwaltungsdirektor erhebliche Einschnitte in der künstlerischen Arbeit des Theaters vornehmen wird, ohne langfristige Verbesserungen im Kulturdezernat zu bewirken. Stattdessen fordern wir eine kritische Überprüfung der momentanen Verwaltungsstrukturen im Kulturdezernat. Das betrifft insbesondere interne Kommunikationsabläufe und die Vernetzung mit Theater und sonstigen Kultureinrichtungen.

![Theater Trier (By Stefan Kühn (Own work) [GFDL, CC-BY-SA-3.0 or CC BY-SA 2.5-2.0-1.0], via Wikimedia Commons) Theater Trier (By Stefan Kühn (Own work) [GFDL, CC-BY-SA-3.0 or CC BY-SA 2.5-2.0-1.0], via Wikimedia Commons)](/fileadmin/_processed_/9/d/csm_Theather_Trier_a520cf8c0b.jpg)