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Pressemeldungen

Gemeinsamer Prüfauftrag zur Situation der Hebammen

KV Trier-Saarburg & Bitburg-Prüm

Um auf die prekäre Situation von freiberuflichen Hebammen aufmerksam zu machen und entsprechende Handlungsoptionen aufzuzeigen, stellten die Kreistagsmitglieder der LINKEN in den Landkreisen Trier-Saarburg und Bitburg-Prüm, Dr. Kathrin Meß und Marco Burbach, einen gemeinsamen Prüfauftrag an die jeweiligen Kreisverwaltungen. „Uns ist vor allem wichtig, dass die Kreise materielle Ressourcen wie Computer, Telefon oder Büroräumlichkeiten zur Verfügung stellen, um die Organisation der vor Ort tätigen Hebammen zu unterstützen“, so Meß.

„Auch für das Hauptproblem, die hohen Haftpflichtbeiträge für Hebammen, müssen wenigstens erste Lösungsansätze auf kommunaler Ebene gefunden werden, auch wenn die Pflicht zur Lösung hier klar bei Land und Bund liegt. Die Kreisverwaltungen sollen jetzt prüfen, ob eine vorübergehende Teilübernahme von Beiträgen oder eine begrenzte Bezuschussung der Vor- und Nachsorge durch Hebammen von den Kreisen durchführbar ist. Die Situation der Hebammen ist derart dramatisch, dass wir mit entschiedenem Handeln nicht mehr länger warten können“, ergänzt Burbach, der für DIE LINKE im Kreistag Bitburg-Prüm sitzt.
Die Haftpflichtversicherungsbeiträge für freiberufliche Hebammen waren in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen. Ab Juli 2015 werden sie rund 6.200 Euro jährlich betragen. Vor allem dieser Preisanstieg verursacht ein immer weiter um sich greifendes Aussterben des Hebammenberufes. Alleine in Trier haben deshalb in den vergangenen Monaten alle verbliebenen freiberuflichen Geburtshebammen ihre Tätigkeit aufgeben müssen.
    

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