Pressemeldungen
Gegen jeden Antisemitismus: Zum Aufruf zur „Gen Z regelt“-Demo und Rücktrittsforderung an Jörg Johann
„Den Vorwurf, ich wäre ein Antisemit, muss ich aufs schärfste zurückweisen“, schreibt der Vorsitzende unserer Stadtratsfraktion Jörg Johann in einer Erklärung zu einem Kommentar unter einem Beitrag der jüdischen Publizistin Malca Goldstein-Wolf, der von seinem Facebook-Profil aus abgesendet wurde, dessen Inhalt er nicht verfasst hat. Als Stadtverband stehen wir hinter unserem Genossen.
Selbstverständlich stellen wir uns auch klar und unmissverständlich gegen Antisemitismus und Gewalt in jeder Form. Aus diesem Grund suchen wir das direkte Gespräch mit Vertreter*innen der IIA Trier und der DIG Trier, um dazuzulernen und antisemitische Codes in Zukunft besser zu entschlüsseln.
Wir erkennen das Problem der gemeinsamen Darstellung von Gewaltaufrufen und dem nebenstehenden „Hamas-Dreieck“ in unserem Posting zum Aufruf der Teilnahme an der „Gen Z regelt“-Demo in Mainz an und bitten für die Veröffentlichung um Entschuldigung. Das Bild ist ein Foto von einer, während der Schüler*innenproteste in Frankreich besprühten, Statue. Ebenso ist ausdrücklich klarzustellen, dass die einzelnen Graffiti beim Erstellen unseres Posts unbemerkt blieben. Als diese doch auffielen, haben wir den Beitrag sofort gelöscht, um antisemitische Codes nicht weiter zu reproduzieren.
Wir verstehen den Drang, Schuldige zu finden, sehen aber von einer Veröffentlichung von Namen oder öffentlichen Rücktritten zum Schutz unserer Mitglieder ab. "Ich werde keine Genoss*innen der bürgerlichen Presse opfern, damit diese sich an ihnen abarbeiten, bis die nächste sprichwörtliche Sau durchs Dorf getrieben wird", so Co-Vorsitz des Stadtverbandes Lin Lindner. Die verantwortliche Person zieht sich aus dem Social-Media-Team zurück.

