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Fatales Zeichen: Schließung der Geburtsstation im Elisabeth-Krankenhaus
Laut eines Berichts des Trierischen Volksfreund soll die Geburtsabteilung des Trierer Elisabeth-Krankenhauses zum 1. November geschlossen werden. Die Vorsitzende des Kreisverbands DIE LINKE. Trier-Saarburg, Katrin Werner, erklärt dazu: „Die Schließung der Geburtsabteilung ist nicht hinnehmbar. Sie steht symptomatisch für die schlechter werdende Gesundheitsversorgung und birgt eine große Gefahr für Schwangere und Gebärende in der Region.“
Bereits 2012 war geplant die Abteilung zu schließen und mit der Geburtsabteilung im Marienkrankenhaus Ehrang zusammenzulegen. Breiter und lautstarker Protest der Bevölkerung verhinderte dies. Auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer setzte sich damals für den Erhalt ein und erklärte die Zusammenlegung sei „nicht akzeptabel“.
„Getreu dem Motto ‚Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern‘ scheinen diese Worte inzwischen aber nichts mehr zu gelten. Sollte das Gesundheitsministerium wie vorgeschrieben den Schließungsplänen zugestimmt haben, dann hat Frau Dreyer offenkundig ihr Wort gebrochen“, so die Trierer Bundestagsabgeordnete.
Bereits jetzt sind die Trierer Geburtsstationen überlastet und leiden unter Personalmangel und Raumnot. Durch die geplanten Maßnahmen wird sich die Situation der Gebärenden in der Region weiter zuspitzen, da sich künftig noch weniger Kliniken um noch mehr Frauen kümmern müssen. Des Weiteren sind gerade Schwangere aus ländlichen Regionen dadurch gezwungen teilweise erheblich weitere Anfahrtswege in Kauf zu nehmen, was im Notfall tödliche Folgen haben kann.
Auch für die MitarbeiterInnen, die laut Medienberichten erst am Mittwoch informiert wurden, ist die Entscheidung eine schlechte Neuigkeit. Zwar soll angeblich niemand entlassen werden, aber da vor allem Personalkosten durch die Schließung gespart werden sollen, ist zweifelhaft, ob diese tatsächlich ohne Folgen für die MitarbeiterInnen bleiben wird.
„In Zeiten, in denen die Krankenhäuser der Region von der geplanten Krankenhausreform in ihrer Existenz bedroht sind und viele Hebammen beruflich vor dem Aus stehen, ist die geplante Schließung der Geburtsstation im Trierer Elisabeth-Krankenhaus schlichtweg fatal“, fasst Werner die Entwicklung zusammen. „Jetzt ist die Landesregierung gefordert! Sie muss versuchen die Entscheidung des Krankenhauses zu revidieren. Nur so kann flächendeckende, wohnortnahe Versorgung mit Gesundheitsleistungen garantiert und so das Risiko für Schwangere und Gebärende minimiert werden.“
